Vorteile eines Nahversorgungszentrums

■ Die Angebotsdiversifizierung und ansprechende Präsentation insbesondere von Frische-Produkten (Obst & Gemüse, Molkereiprodukte, Backwaren, Fleisch, Fisch) und Bio-Lebensmitteln hat neben einer qualitativen Aufwertung des Marktauftritts regelmäßig auch einen höheren Flä-chenbedarf zur Folge. Dagegen ist kein steigender Flächenbedarf für die Aktionswaren zu verzeichnen.

Großzügigere Verkehrsflächen, insbesondere größere Gangbreiten, tragen zur Vereinfachung von (logistischen) Betriebsabläufen bei, sodass die Kunden mehr Platz haben und gleichzeitig die Bestückung des Ladens effizienter erfolgen kann.

■ Gleichzeitig bietet eine größere Verkaufsfläche auch die Möglichkeit, eine größere Stückzahl der einzelnen Artikel innerhalb des Verkaufsraumes zu präsentieren. Hierdurch kann die Lagerhaltung optimiert und der Anlieferungsverkehr reduziert werden (Verkehrsvermeidung).

Großzügigere Warenpräsentation und niedrigere Regalhöhen erleichtern den Kunden (u. a. auch mit Blick auf den demografischen Wandel und den höheren Anteil älterer Kunden) den Warenzugang.

Größere Flächen führen dabei jedoch nicht in gleichem Umfang zu Mehrumsätzen, sondern regelmäßig zu einer abnehmenden Flächenleistung. Gleichzeitig ermöglicht die größere Verkaufsfläche eine höhere Rentabilität z. B. durch Reduzierung der Transportkosten durch größere Liefermengen oder der Personalkosten durch effektivere Bestückung der Warenpräsentation.

■ Die fußläufige Erreichbarkeit von Süden, Norden und Westen (Schloss, Ahr, Schule) ist ausschließlich für Fußgänger und per Fahrrad vorgesehen. Insgesamt kann mit der Verlegung von Edeka, Aldi und Rossmann in den zentralen Versorgungsbereich eine erhebliche Steigerung der fußläufigen Erreichbarkeit für die Sinziger Bevölkerung im Kernstadtbereich sichergestellt werden. Das Plangelände ist durch die fertiggestellte Fußgängerrampe zwischen oberer Mühlenbachstraße und Barbarossastraße sowie einer verbesserten Wegeführung entlang des Schlosses (Jahnstraße) mit der Kernstadt günstig verbunden. In dem 700-m-Einzugsbereich des Rick-Geländes wohnen insgesamt 5.540 Personen, die alleinige Abdeckung des Nahversorgungsbereichs (die Personen, die nur das Rick-Gelände in fußläufigen Entfernung haben) umfasst 1.801 Personen.

■ Der Zugang des Gebietes zum Ahr-Radweg sowie die Korrespondenz zwischen Naherholung (entlang der Ahr) und Versorgungsschwerpunkt zwischen Ahr und Innenstadt werden realisiert.

■ Es ist keine Rodung von auentypischen Gehölzen entlang der Ahr erforderlich, auch kommt es zu keinem Verlust von prägenden Bäumen. Die charakteristischen Bäume (v. a. Pappeln) entlang der Spazierwege neben der Ahr werden nicht beeinträchtigt. Durch günstige Eingrünungsmaßnahmen kann ein sinnvoller Übergang zwischen der Ahr samt Spazier- bzw. Radweg und der bebauten Zone sinnvoll geschaffen werden.